Buch Die Menschheit schafft sich ab

Die Menschheit schafft sich ab

Auszug aus dem Vorwort vom Buch "Die Menschheit schafft sich ab" von Harald Lesch / Klaus Kamphausen, Verlag KOMPLETT-MEDIA GmbH, 2017.

Ja, die Erde hat Mensch - und wie! Mehr als sieben Milliarden von uns tummeln sich auf ihrer Oberfläche und tun das, was uns offenbar von der Evolution in die Wiege gelegt wurde: Wir verändern unsere Welt, weil wir es können.


Inzwischen hat dieser globale, kollektive Veränderungsprozess eine Intensität  und räumliche Dimension erreicht, dass man bereits ein Erdzeitalter nach uns benennt. Das Anthropozän. Selbst in ferner Zukunft wird man nämlich unsere Spuren im Erdboden nachweisen können. Die Erdwissenschaftler der werden dann konstatieren: Offenbar gab es einmal Lebewesen, die die Materie Erde äußerst effizient verändern konnten. Sie schufen künstliche Stoffe, die nicht mehr zerfielen. Sie agierten mit großen Mengen an radioaktiven Materialien. Und sie beuteten die Rohstofflager der Erde fast vollständig aus. Außerdem reicherten sie die Atmosphäre mit großen Mengen an Kohlendioxid und Methan an, offenbar durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas. Und sie zerstörten durch ihre globalen Aktivitäten zu Wasser, zu Lande und in der Luft die biologische Vielfalt. Flora und Fauna wurden dezimiert wie die Fruchtbarkeit der Böden.


Gott sei Dank ist das ja alles nur ein Hirngespinst. Wir sind schließlich kluge, aufgeklärte Europäer und wissen, was zu tun ist. Wir werden das Kind schon schaukeln - aber lesen Sie vorher dieses Buch.


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