Komplexe - Interdisziplinäre Prozesse

Komplexe - Interdisziplinäre Prozesse

Wir haben global keine Ahnung, was das bedeutet wenn ein unkontrollierbarer Virus die Welt aus den Angeln hebt, die Systeme zusammenbrechen lässt, neue Prozesse in Gang gesetzt werden, was das für die Menschheit bedeutet und welche Veränderungen das mit sich bringt! So müssen sich auch Betriebe ganz neue Fragen stellen!


Ich habe schon vor Jahren im meinem privaten sowie beruflichen Umfeld darauf hingewiesen:"Wir haben global keine Ahnung, was das bedeutet wenn ein unkontrollierbarer Virus die Welt aus den Angeln hebt, die Systeme zusammenbrechen lässt, neue Prozesse in Gang gesetzt werden, was das für die Menschheit bedeutet und welche Veränderungen das mit sich bringt!". Ich wurde dafür belächelt, als Schreckensdarsteller sowie als Verrückter bezeichnet und alle widersprachen mir mit dem Gegenargument, dass unsere globalen Systeme und unsere Politiker weltweit auf so etwas vorbereitet sind und alles fest im Griff haben. Als Beispiel erläutere ich Ihnen eine persönliche berufliche Erfahrung. Wir, die Umwelt- und Abfallbeauftragten, hatten vor Jahren eine Tagung mit einer Teilnehmeranzahl von knapp 500 Personen. Dort stellte ich einer vortragenden anerkannten Diplom-Krankenpflegerin, die weltweit in Krisengebieten und Flüchtlingslagern wegen Infektionen, Krankheitsübertragungen und Hygienemaßnahmen unterwegs war, eine spezifische Frage: "Hat man die Virenerkrankungen und Krankheitsübertragungen vor Ort im Griff, sodass sich diese nicht ausbreiten?" Sie bejahte die Frage und das Publikum klatschte und jubelte. Ich bemerkte die erleichterte Reaktion des Publikums und dass ich zu meiner Frage inhaltlich missverstanden wurde. Ich ging dann in der nachfolgenden Pause zu ihr und stellte ihr meine Frage präzisiert erneut: "Hat man die Virenerkrankungen und Krankheitsübertragungen vor Ort soweit im Griff, sodass sich diese nicht weltweit ausbreiten und globale Folgen haben?" Sie antwortete, dass sie froh sei, dass sie die Frage falsch verstanden hatte, denn wenn sie die Frage richtig verstanden hätte, wäre das Publikum durch die erschreckende Antwort, dass es eine Pandemie mit nicht vorstellbaren globalen Folgen geben würde, zutiefst erschüttert. 


Erst jetzt wird uns die wahre Komplexität unserer Globalisierung bewusst und wie intensiv die Coronakrise jeden einzelnen persönlich betrifft! 


Wie sich jetzt immer mehr abzeichnet, stehen wir weltweit vor extremen, komplexen und interdisziplinären Herausforderungen und JA, es stimmt, wir werden nicht mehr zur alten Normalität zurückkehren und es wird sich eine NEUE Normalität entwickeln. Warum eigentlich? Weil der Prozess schon weltweit und für jeden einzelnen in Gang gesetzt wurde. Wir alle kennen den Spruch: "Wir brauchen Jahre um ein Haus zu bauen aber es kann in einer Stunde komplett abgerissen werden!". Im Vergleich passierte mit den Lockdown-Maßnahmen das gleiche. Erst durch die kleine Eiszeit im 16. Jahrhundert wurde die Globalisierung ausgelöst sowie vorangetrieben und hat nach 400 Jahren unsere jetzige globale, komplexe und interdisziplinäre Welt erschaffen, wurde aber durch die Pandemie lahm gelegt. Alle Bereiche stehen jetzt vor noch nie dagewesenen sachlichen, fachlichen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, sozialen und politischen Fragen, die so noch nie gestellt wurden, weil der Lockdown-Prozess diese hervorgerufen hat.


So müssen sich auch Betriebe ganz neue Fragen stellen, welche die Zukunft in Bezug auf  Gesundheit, Kennzahlen, Wirtschaftlichkeit, Sozialkompetenzen und vieles mehr betreffen. Ich habe in einem vorigen Blog "Gegen Demokratie" die drei Charaktere von Menschen, nämlich die Meinungslosen, die Meinungsstarken und die Rationaldenker vorgestellt und genau so müssen wir uns mit unseren Mitarbeitern zukünftig auseinandersetzen. Wie ticken sie zukünftig und wie wirkt sich das auf die betriebliche Wirtschaftsleistung aus?

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